Mendes Jahresbilanz: Sicherheit, sozialer Wohnungsbau und Dank an Ehrenamtliche stehen im Mittelpunkt

Mendes Jahresbilanz: Sicherheit, sozialer Wohnungsbau und Dank an Ehrenamtliche stehen im Mittelpunkt
Mendes Jahresbilanz: Sicherheit, sozialer Wohnungsbau und Dank an Ehrenamtliche stehen im Mittelpunkt | Bild: Stadt Wiesbaden

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert Uwe Mende hat in einem Jahresrückblick und Weihnachtsgruß die aktuellen globalen Krisen, den innerstädtischen Zusammenhalt und die kommunalen Investitionen in den Mittelpunkt gestellt. Er bezeichnete Frieden, Demokratie und Menschlichkeit als tägliche Verpflichtung und rief zu Respekt und Engagement gegen Hass und Hetze auf.

Internationale Lage und städtische Verantwortung

Mende verwies auf die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten. Diese Entwicklungen zeigten, wie verletzlich Frieden auch in Europa sei, sagte er. Vor diesem Hintergrund mahnte er, sich täglich für Frieden, Demokratie und Menschlichkeit einzusetzen und dem Trend zu Polarisierung und Missmut entgegenzuwirken.

Gegenüber zunehmender Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus hob Mende lokale Aktionen hervor, etwa die Menschenkette als Zeichen der Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde und dem Schutz jüdischen Lebens. Kommunale Politik habe die Aufgabe, in unsicheren Zeiten Halt zu geben, so Mende. Er erinnerte an seine Rede zur zweiten Amtseinführung, in der er Kommunalpolitik als Möglichkeit beschrieb, Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln und den Menschen einen Kompass Richtung Zuversicht an die Hand zu geben.

Als mahnendes Leitmotiv zitierte er die Worte der kurz zuvor verstorbenen Holocaust Überlebenden Margot Friedländer: „Seid Menschen“. Das Zitat nutzte er als Aufruf zu respektvollem Umgang, Brückenbau und Gesprächsbereitschaft.

Baumaßnahmen und soziale Infrastruktur

Unter dem Motto Wir bauen die soziale Stadt listete Mende mehrere abgeschlossene und begonnene Projekte auf, die nach seiner Darstellung den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken sollen. Im August wurde der Grundstein für den Sportpark Rheinhöhe gelegt. Weitere Maßnahmen sind der Spatenstich für die neue Mensa an der Pestalozzischule in Biebrich, der Beginn des Erweiterungsbaus der Bertha von Suttner Schule in Kastel sowie die Einweihung der Elisabeth Selbert Schule in Dotzheim.

Der Neubau des Moritz Lang Heims schreitet nach seinen Angaben voran. Zudem nannte der Oberbürgermeister die Realisierung von Bürgerhäusern in Kastel und in Kostheim sowie in Nordenstadt und das Stadtteilzentrum Gräselberg. Für Mende bleibt die Schaffung bezahlbarer Wohnungen eine zentrale soziale Aufgabe. Nur so lasse sich der Zusammenhalt sichern und die Lebensqualität in Wiesbaden langfristig erhalten.

Neben Wohnraum betonte Mende die Notwendigkeit, Flächen für Gewerbe bereitzuhalten, um Arbeitsplätze und eine florierende Wirtschaft zu sichern. Klimaschutz und Klimaanpassung nannte er als weitere große Herausforderungen, die bei den Planungen berücksichtigt werden müssten. Auch Beratungsangebote, Kinder und Jugendarbeit sowie Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren sah er als wichtige Bestandteile der sozialen Infrastruktur an.

Feste, Ehrenamt und Dank an Berufsgruppen

Mende verwies auf traditionelle städtische Begegnungsorte wie die Weinwoche, das Theatrium, die Kerben und den Sternschnuppenmarkt, die nach seiner Darstellung das Miteinander in Wiesbaden sichtbar machen. Ein Schwerpunkt seiner Botschaft war der Dank an bürgerschaftlich Engagierte. Er lobte das ehrenamtliche Engagement und nannte Beispiele wie Pflege im privaten Umfeld und die vielfältigen Initiativen in Vereinen und gemeinnützigen Organisationen.

Speziell bedankte sich der Oberbürgermeister bei denjenigen, die während der Feiertage im Dienst tätig sind. Er nannte Stellvertreterinnen und Stellvertreter wie Feuerwehrleute, Polizistinnen und Polizisten, Fachkräfte im Gesundheitswesen und in der Pflege sowie Beschäftigte von ESWE Verkehr und anderen Dienstleistern, die auf private Feiertage verzichten, um das Gemeinwohl zu sichern.

Abschließend wünschte Mende den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern eine friedliche und erholsame Weihnachtszeit sowie ein gutes neues Jahr. Er hoffe, dass die Feiertage Raum für Ruhe und gemeinsame Augenblicke mit den Angehörigen schenkten.

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