Weiße Gespinste in Taunusstein: Wann Gefahr besteht und wann nicht

Weiße Gespinste in Taunusstein: Wann Gefahr besteht und wann nicht
Weiße Gespinste in Taunusstein: Wann Gefahr besteht und wann nicht | Bild: © Stadt Taunusstein

In Taunusstein sind derzeit an Bäumen und Sträuchern weiße, spinnwebenartige Überzüge zu sehen. Die Erscheinung führt zu zahlreichen Nachfragen bei der Stadt und den Stadtwerken, weil zwei unterschiedliche Raupenarten ähnlich aussehen. Bei genauer Betrachtung lassen sich harmlose Gespinstmotten und der gesundheitlich relevante Eichenprozessionsspinner unterscheiden.

Merkmale des Eichenprozessionsspinners

Der Eichenprozessionsspinner lebt nahezu ausschließlich an Eichen. Charakteristisch sind die feinen Brennhaare der Raupen, die bei Menschen und Tieren Hautreizungen, allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden auslösen können. Ein typisches Verhaltensmerkmal ist das sogenannte Prozessionsverhalten: Die Raupen bewegen sich in langen Reihen hintereinander entlang von Stamm oder Boden.

Bei Verdacht auf einen Befall sollten die Tiere oder ihre Nester nicht berührt oder eigenständig entfernt werden. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes ist die Entfernung durch entsprechend geschulte Fachfirmen erforderlich. Die Stadt weist darauf hin, dass sie Informationen zu Erkennungsmerkmalen und Meldewegen bereithält.

Gespinstmotten sehen ähnlich aus, sind aber harmlos

Im Unterschied zu den Eichenprozessionsspinnern sind die Raupen der Gespinstmotten unbehaart und damit für Menschen und Tiere unproblematisch. Sie kommen an unterschiedlichen Gehölzen vor, vor allem an Obstbäumen und Ziersträuchern, und können dichte weiße Gespinste bilden, die optisch an gesundheitlich relevante Nester erinnern.

In den meisten Fällen besteht kein Anlass zur Sorge. Die betroffenen Pflanzen erholen sich in der Regel nach dem Fraß der Raupen und treiben wieder aus. Maßnahmen zur Entfernung sind in den meisten Fällen nicht nötig.

Verhaltensempfehlungen für Anwohner

Wer ein auffälliges Gespinst entdeckt, sollte Abstand halten und weder Kinder noch Haustiere in die Nähe lassen. Bei Unsicherheit über die Art des Befalls empfiehlt es sich, die örtlichen Behörden oder die Stadtverwaltung zu kontaktieren, damit Fachleute den Sachverhalt prüfen können. Nur bei bestätigtem Befall mit dem Eichenprozessionsspinner sollten professionelle Entferner eingeschaltet werden.

Quelle anzeigen

redaktion
Redaktion Rambacher Zeitung 157 Artikel
Regional verwurzelt. Rambach informiert.