Handyparken in Wiesbaden erreicht rund ein Drittel aller bezahlten Parkvorgänge

Handyparken in Wiesbaden erreicht rund ein Drittel aller bezahlten Parkvorgänge
Handyparken in Wiesbaden erreicht rund ein Drittel aller bezahlten Parkvorgänge | Bild: Stadt Wiesbaden

In Wiesbaden wird jedes dritte bezahlte Parken inzwischen mit dem Smartphone abgewickelt. Nach Angaben der Stadt nutzen Autofahrerinnen und Autofahrer mittlerweile rund 33 Prozent der kostenpflichtigen Straßenparkplätze über eine der verfügbaren Parkapps. Die digitale Bezahlmethode soll vor allem Zeit sparen und bietet die Möglichkeit, Parkzeiten unterwegs minutengenau zu verlängern.

Anbieter und Verbreitung

Für das Handyparken stehen in der Landeshauptstadt derzeit fünf Anbieter zur Auswahl. Zu ihnen gehören EasyPark, moBiLET, PARCO, Parkster und PayByPhone. Alle öffentlichen, kostenpflichtigen Straßenparkplätze in Wiesbaden können über diese Dienste bezahlt werden. Seit April dieses Jahres ermöglicht ein Anbieter registrierten Nutzerinnen und Nutzern das Parken ohne zusätzliche Servicegebühr.

Technik, Abrechnung und Datenschutz

Das System arbeitet kennzeichenbasiert und erfordert keine zusätzliche technische Ausstattung durch die Stadtverwaltung. Die Abrechnung erfolgt minutengenau, sodass nur die tatsächlich genutzte Parkzeit belastet wird. In der Innenstadt werden 0,50 Euro je begonnenem zehn Minuten Zeitraum berechnet. Im übrigen Stadtgebiet gilt eine Abrechnung je begonnenem zwölf Minuten Zeitraum.

Die Bezahlung läuft über etablierte Zahlungsdienstleister. Nach Angaben der Stadt werden nur die für den jeweiligen Parkvorgang erforderlichen Daten verarbeitet, was den Sicherheits- und Datenschutzanforderungen Rechnung tragen soll.

Option neben klassischen Parkscheinautomaten

Die Stadt betont, dass die klassischen Parkscheinautomaten weiterhin erhalten bleiben. Handyparken soll als zusätzliches Angebot dienen, das flexibleres und komfortableres Parken ermöglicht. Verkehrsdezernent Andreas Kowol bewertet die Entwicklung positiv: Er sieht in der digitalen Bezahlmethode eine Erleichterung des Alltags vieler Menschen und einen Beitrag dazu, die Parksysteme der Stadt zukunftsfest zu machen.

Nach Ansicht der Verwaltung senkt die kennzeichenbasierte Lösung zudem den administrativen Aufwand und ebnet den Weg für weitere digitale Anwendungen im Parkraummanagement.

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